Sie sind hier: Kultur & Tourismus » Sehenswürdigkeiten

Burgruine Klingenstein

Burgruine Klingenstein

Lederwinkel 13, 8592 Salla

 

Gehzeit vom Parkplatz aus ca. 5 Minuten auf einem Schotterweg, zuerst rechts neben der Leitschiene, dann links halten.

Parkplatz: Befindet sich an der Ausfahrt in der Schlosskehre an der Gaberl Straße

Eine kleine Wehranlage namens Salla wurde in einem Gebiet errichtet, das der Kärntner Herzog Heinrich von Eppenstein im Jahr 1103 dem Stift St. Lambrecht geschenkt hatte. Es ist unbekannt, wer die Burg erbaut hat und wer ihre frühen Besitzer waren.

Die Burg wurde gebaut, um den Übergang über das Gaberl, die sogenannte Reisstraße, zu sichern. Diese Straße wurde relativ spät im 14. oder 15. Jahrhundert angelegt, wodurch Klingenstein eine späte Anlage im österreichischen Burgenbau darstellt. Die Mauertechnik weist darauf hin, dass die Burg Salla um 1400 errichtet worden sein könnte. Möglicherweise handelte es sich beim Erbauer um die Grafen von Montfort.

Im 16. Jahrhundert gehörte die Burg der Familie Saurau, die sie durch die Ehe von Maria Magdalena von Saurau mit Ruprecht von Glojach erwarb. Der Verfall der Burg dürfte relativ rasch eingesetzt haben, denn bereits 1629 wurde sie als öde bezeichnet. Zu dieser Zeit mussten die protestantisch gesinnten Glojacher auswandern und ihre Besitzungen verkaufen. Neuer Eigentümer wurde die Familie Herberstein. Das "öde Schloss" wurde 1650 von Leonore Eusebia Gräfin Wagensperg erworben, die es ihrer Herrschaft Greißenegg anschloss. Archäologische Grabungen lassen vermuten, dass ein schwerer Brand die Burg endgültig zerstörte. Der Name "Klingenstein" tauchte erst 1834 auf. Die Ruine befindet sich heute in Privatbesitz und seit 1983 führt die Gemeinde Salla Sicherungsarbeiten durch.

mehr lesen...